
Der Fachkräftemangel stellt Steuerkanzleien zunehmend vor Herausforderungen. Eine Lösung gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung: der Quereinstieg. Menschen mit Berufserfahrung aus anderen Branchen entscheiden sich bewusst für einen Wechsel in die Steuerberatung – und bringen wertvolle Kompetenzen mit. Doch wie gelingt dieser Einstieg in die Praxis?
Quereinsteiger eröffnen neue Perspektiven und stärken die Innovationskraft von Kanzleien. Anders als klassische Berufseinsteiger bringen sie bereits berufliche Erfahrung, eine klare Motivation und häufig auch zusätzliche Kompetenzen mit.
Typische Stärken von Quereinsteigern:
Gerade in Zeiten von Digitalisierung und wachsender Komplexität profitieren Kanzleien von diesen zusätzlichen Perspektiven.
Damit der Quereinstieg nachhaltig gelingt, braucht es mehr als nur eine offene Stelle. Entscheidend sind klare Strukturen und eine gezielte Integration.
Ein durchdachtes Onboarding ist der Schlüssel, um Potenziale schnell produktiv zu machen.
Für den Einstieg in die Branche gibt es unterschiedliche Modelle, die je nach Vorerfahrung und Zielsetzung gewählt werden können.
Bei der betrieblichen Umschulung erfolgt die Ausbildung direkt in der Kanzlei, ergänzt durch Berufsschulunterricht.
Vorteile:
Herausforderungen:
Hier findet die Ausbildung über Bildungsträger statt, kombiniert mit Praxisphasen in unterschiedlichen Betrieben.
Vorteile:
Herausforderungen:
Der direkte Einstieg erfolgt ohne formale Umschulung, meist in unterstützenden Tätigkeiten mit begleitender Qualifizierung.
Vorteile:
Herausforderungen:
Quereinsteiger sind eine echte Chance für die Steuerberatung – vorausgesetzt, ihr Einstieg wird aktiv gestaltet. Ob über Umschulung oder direkten Einstieg: Entscheidend sind strukturierte Prozesse, eine offene Unternehmenskultur und gezielte Förderung.
Für junge Talente bedeutet das: Der Weg in die Steuerberatung ist vielfältiger denn je – und bietet auch ohne klassischen Ausbildungsweg attraktive Perspektiven.:::

Viele glauben, dass der nächste Karriereschritt mit einem neuen Arbeitgeber verbunden ist. Das stimmt allerdings nur bedingt. Gerade Kanzleien bieten häufig deutlich mehr Entwicklungsmöglichkeiten, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Wer langfristig in einer Kanzlei bleibt, kann sich dort Schritt für Schritt eine starke Position aufbauen.
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Dipl.-Finw. (FH) Stefan Werner ist EDV-Fachprüfer in der Steuerverwaltung des Landes Brandenburg mit Schwerpunkt Datenanalyse und Visualisierung. Er arbeitet seit 18 Jahren als Dozent. Algorithmen unterrichtet er dabei schon länger, aber KI ändert alles, wie er sagt. Er gibt einen Einblick in die Möglichkeiten, die Lehrenden und Lernenden dadurch entstehen.
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