Wenn Bewerbungen im Nebel verschwinden: Ghosting in der Steuerbranche

Wie du als Steuerberater das unerklärliche Schweigen in Bewerbungsprozessen überwindest und Talente nachhaltig für dich gewinnst.
Gespenst unterhält sich mit Arbeitgeber im Bewerbungsgespräch

Der Bewerbungsprozess kann ein ziemlich nervenaufreibendes Erlebnis sein, vor allem, wenn du auf einmal nichts mehr von einem potenziellen Kandidaten hörst. Dieses sogenannte „Ghosting“ ist insbesondere in der Steuerbranche ein wachsendes Problem. Lass uns gemeinsam schauen, warum das so ist und wie du als Steuerberater clever damit umgehen kannst.

Ghosting im Bewerbungsprozess: Was läuft schief in der Steuerbranche?

Ghosting, ein Begriff, der ursprünglich aus der Dating-Szene stammt, beschreibt das plötzliche Schweigen und den Kontaktabbruch einer Partei ohne jegliche Erklärung. Im Bewerbungsprozess bedeutet das, dass du nach vielversprechenden Gesprächen plötzlich nichts mehr von der Firma hörst – oder umgekehrt, die Firma von dir. In der Steuerbranche, in der gut ausgebildete Fachkräfte gefragt sind, stellt diese Unsitte ein ernstzunehmendes Problem dar.

In dieser Branche sind Fachkräfte mit speziellen Kenntnissen besonders wichtig. Stell dir vor, du hattest ein tolles Interview und dann herrscht Funkstille. Das kann nicht nur deine Nerven strapazieren, sondern auch den Betrieb durcheinanderbringen, weil Arbeitgeber ebenfalls auf eine Rückmeldung angewiesen sind, um Planungen voranzubringen.

Typische Szenarien von Ghosting

Es passiert immer wieder: Du bist nach dem Vorstellungsgespräch optimistisch und wartest gespannt auf die Rückmeldung. Doch dann bleibt dein E-Mail-Postfach leer und Anrufe werden nicht beantwortet. Gleichzeitig kann es auch passieren, dass Unternehmen nach der Bewerbung oder einem positiven Gespräch ein tiefes Schweigen an den Tag legen.

Generationelle Unterschiede und Ghosting

Ein kritischer Punkt ist, dass Ghosting oft mit der Generation Z in Verbindung gebracht wird, die mit digitalen Medien aufgewachsen ist. Diese Generation hat andere Vorstellungen von Kommunikationsgeschwindigkeiten und -methoden als vielleicht deine, was zu Missverständnissen führen kann. Doch es ist wichtig, Ghosting nicht allein auf eine Altersgruppe zu begrenzen.

Welche Folgen hat Ghosting für dich und das Unternehmen?

Wenn du geghostet wirst, kann das nicht nur frustrierend sein, sondern auch deine Strategie bezüglich Karriereentscheidungen negativ beeinflussen. Du investierst Zeit und Mühe in die Bewerbung und wirst durch Ghosting nur unnötig lange im Unklaren gelassen. Für Unternehmen bedeuten ghostete Bewerber oft eine Verlängerung unnötiger Besetzungszeiträume und einen gestressteren Arbeitsalltag für die bestehenden Mitarbeiter.

Die Lösung: Wie kannst du als Steuerberater geschickt mit Ghosting umgehen?

  1. Sorge für transparente Kommunikation: Sei offen und ehrlich gegenüber den Bewerbern. Halte sie regelmäßig auf dem Laufenden und gib klare Rückmeldungen, selbst wenn eine Absage notwendig ist. Das zeigt Respekt und Professionalität.
  2. Beschleunige den Bewerbungsprozess: Schnelligkeit ist essenziell! Versuche, den Prozess effizient zu gestalten und vermeide lange Wartezeiten zwischen den Gesprächen. Je schneller du Entscheidungen triffst, desto weniger Raum bleibt für Unsicherheiten und Frust.
  3. Schaffe klare Erwartungen: Kommuniziere offen, was du von Bewerbern erwartest und welche Schritte im Bewerbungsprozess folgen. So verhinderst du Überraschungen und sorgst dafür, dass alle Beteiligten denselben Wissensstand haben.
  4. Setze moderne Technologien ein: Automatisierte Systeme zur Bewerberverfolgung helfen dir, den Kontakt mit den Bewerbern zu halten. Erinnerungen und regelmäßige Status-Updates können den Bewerbungsprozess angenehmer gestalten.
  5. Fördere eine positive Feedbackkultur: Durch regelmäßige und konstruktive Rückmeldungen fühlen sich Bewerber wertgeschätzt und respektiert. Rückmeldungen zeigen nicht nur deine Wertschätzung, sie liefern dir auch wertvolle Einblicke in die Wahrnehmung deines Bewerbungsprozesses.
  6. Baue Beziehungen auf: Vernetze dich mit potenziellen Bewerbern, auch wenn du aktuell keine offene Position hast. Talentpools und Netzwerke können dazu beitragen, eine starke Bindung zu möglichen künftigen Mitarbeitern zu entwickeln.
  7. Zeige stets Respekt und Wertschätzung: Ein wertschätzender Umgang spricht sich schnell herum und funktioniert als positives Marketing für dein Unternehmen. Setze auf eine respektvolle Kommunikation – das bleibt in Erinnerung.

Fazit

Ghosting im Bewerbungsprozess ist nicht nur lästig, sondern kann dir und deinem Unternehmen erheblich schaden. Umso wichtiger ist es, verantwortungsbewusst und mit klarer Kommunikation vorzugehen. Die Steuerbranche braucht engagierte und gut ausgebildete Fachkräfte – da muss jeder Bewerber als wertvolle Ressource gesehen werden. Indem du lernst, Ghosting zu vermeiden, stärkst du nicht nur dein Recruiting, sondern auch das Image deiner Steuerkanzlei als attraktiven Arbeitgeber. So machst du den Unterschied und ziehst genau die Talente an, die du brauchst!

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