Viele junge Kanzleimitarbeitende würden gern KI nutzen, sind aber unsicher wegen Datenschutz und Berufsrecht. In diesem Beitrag lernst du fünf praktische Einsatzfelder kennen, mit denen du sicher, ohne Mandantendaten und ohne großen Technikaufwand starten kannst.
Du musst nicht gleich die komplette Kanzleisoftware umstellen, um KI zu nutzen. Empfehlenswert ist ein Start mit klar abgegrenzten Pilotfällen, etwa internen Textentwürfen oder Checklisten, bei denen keine Mandantendaten verarbeitet werden.
Viele Kanzleien benennen „KI-Lotsen“, also einzelne Mitarbeitende, die Tools testen, Erfahrungen sammeln und Fragen aus dem Team bündeln. Parallel werden einfache Regeln festgelegt: Welche Inhalte dürfen in die KI, wer prüft Ergebnisse und wo wird die Nutzung dokumentiert.
Vertrauliche Mandantendaten haben in öffentlichen KI-Diensten wie ChatGPT & Co. grundsätzlich nichts verloren, wenn keine vertragliche Absicherung besteht. Dazu gehören Namen, Adressen, Steuer-IDs, konkrete Fallbeschreibungen, Bilanzen, Lohnunterlagen und interne Kanzleiinformationen.
Nutze nur freigegebene Kanzlei-Accounts und Tools, die datenschutzkonform sind; private KI-Accounts für dienstliche Zwecke sind tabu. Im Zweifel gilt: Daten anonymisieren oder pseudonymisieren – und im Zweifel den Datenschutzbeauftragten oder die IT fragen.
Mit klaren Grenzen und geeigneten Tools kannst du KI schon heute sicher nutzen, um dir den Arbeitsalltag spürbar zu erleichtern. Wenn du diese einfachen Use Cases beherrschst, bist du bestens vorbereitet, um später auch komplexere KI-Lösungen in den Fachprozessen mitzugestalten.

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